Träume

Träume zu haben heißt, zu wissen, was dir wirklich wichtig ist. Wofür du alles geben, immer weiter kämpfen würdest.

Träume sind die heimlichen Energiereserven, die dich weitergehen lassen, wenn du eigentlich schon längst nicht mehr kannst. Sie sind dein Kompass, wenn du orientierungslos im Nirgendwo strandest. Sie sind Leuchttürme, wenn du den Weg verloren hast und helfen durch Unwägbarkeiten.

Träume offenlegen heißt, sich zu öffnen und das Innerste zu zeigen und sich verletzlich zu machen. Jemandem alles zu zeigen, was die Welt bedeutet und damit die Macht zu geben den Traum zu kennen und mitzugestalten. Träume zeigen heißt, sich eine Perspektive zu wünschen, die wahr werden soll und jemandem die Macht zu geben daran teilzuhaben. Und darauf zu vertrauen, dass Traumwahrer mit dem Wissen achtsam umgehen und das mit aller Vorsicht beschützen.

Traumwahrer zu sein heißt, sich im Klaren sein, dass man damit Geheimnisse kennt, die nicht allen zugänglich, vor anderen gut behütet sind und besonders. Und dass es ein Privileg, ein Vertrauensbeweis ist, eingeweiht zu sein.

Die großen Träume sind wichtig.

Wer in seinen Träumen verletzt wird, ist im Innersten getroffen. Dieser Schmerz sitzt tief. Das eigene Größte kehrt sich gegen dich und tut dir weh. Jemand verletzt dich mit deiner eigenen Offenheit und Verletzlichkeit.

Wer einen echten Traum teilt und gemeinsam leben will, sollte sicher sein, dass der Traum gut aufgehoben ist. Sollte gut abwägen, ob es alle Risiken wert ist, das Glück zu teilen und miteinander zu erleben. Sollte sich bewusst sein, dass es viel schlimmer sein kann, einen geteilten Traum zu begraben und immer wieder darauf gestoßen und damit verletzt zu werden, als den Traum wohl behütet weiter in sich zu tragen und zu schützen. In sich.

Träume und Trauen. Vertrauen.

Wenn man sich so viel traut, dass es Angst macht, war es dann genau richtig, oder zu viel? Wenn Träume zerpflückt werden und verdreht und immer in Sichtweite, aber doch nicht erreichbar – ist das die Extrameile zum Glück, oder ziellose Qual? Wann ist genug mit Träumen und man muss erkennen, dass der Traum erlischt? Was, wenn den gemeinsamen Traum nur einer träumt.

Loslassen?

Festhalten? Wie?

Was dann?

Große Träume machen Angst. Und trotzdem haben und brauchen wir sie.

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